Mittwoch, 12. Oktober 2016

10 Psychologische Alltagstipps (Teil 2)

Endlich!
Mein Laptop ist wieder in Betrieb (yippie!) und ich kann euch die nächste Portion psychologischer Alltagstricks für den Umgang mit euren lieben Mitmenschen servieren. 

Lasst uns beginnen!







12. SPIEGLEIN SPIEGLEIN AN DER WAND

Wenn du oft mit schlecht gelaunten oder ärgerlichen Menschen arbeiten musst, dann stelle einen Spiegel hinter dir auf (bzw. hinter deinem Sitzplatz).
Dieser zwingt die Leute, sich selbst ins Gesicht zu sehen und sich dadurch automatisch zu entspannen.




13. NUTZE GEFÜHLE

Menschen erinnern sich nicht an dich als Person. 
Sie erinnern sich daran, welche Gefühle du in ihnen geweckt hast.
 
Lass also in Gesprächen echte Gefühle in deine Worte einfließen. Dein Gegenüber nimmt das (unbewusst) auf und wird dich in angenehmer Erinnerung behalten. 
 


14. LASS SIE RUHIG DENKEN, DU MACHST KOMPROMISSE
Stell dir vor, du möchtest von jemandem 10,- € haben.
Dann solltest du zuerst nach 50,- € fragen. Lehnt die Person den Betrag ab (was wahrscheinlich ist), dann bitte stattdessen um 10,- €, um dir „einstweilen auszuhelfen“.

Der Angesprochene – mit einem schlechten Gewissen weil er deine erste Bitte abgelehnt hat – wird die Gelegenheit gerne ergreifen und dir den Zehner geben.
Das ist sicherlich nicht nur auf Geldbeträge anwendbar. Stellt euch das Ganze mal vor in Zusammenhang mit ...
→ Urlaubsverhandlungen mit dem Arbeitgeber (...ich bräuchte 2 Wochen Urlaub am …)
→Festsetzen von „Fernsehzeiten“ für Kinder.
→Festsetzen der Uhrzeit, zu der eure Teenies (nach einer Party) nach Hause kommen sollen …
→ Preisverhandlungen auf dem Flohmarkt  :)


Das Ganze funktioniert auf der Basis des „schlechten Gewissens“, das du in deinem Gegenüber auslöst. Netter gesagt: du lässt dein Gegenüber sich gut fühlen, weil er dir letztendlich doch irgendwie geholfen hat.



15. KLEIN ANFANGEN
Je nach Situation kann es besser sein, wenn man es genau umgekehrt wie im vorigen Beispiel anstellt.
Und zwar so, dass man mit etwas Kleinem, Unwichtigen beginnt, zu dem dein Gegenüber AUF KEINEN FALL NEIN SAGEN KANN. Nachdem dein Gegenüber dieser Kleinigkeit zugestimmt hat, schiebst du nach 1-2 Tagen deine zweite Forderung nach, die natürlich etwas größer ist.
Das funktioniert, weil der Mensch bestrebt ist, dass sein Handeln im Großen und Ganzen „Deckungsgleich“ ist. Was heißt, dass eine Person am liebsten wieder genauso handelt, wie sie es schon in der Vergangenheit getan hat. (Hast du jemandem einmal zugestimmt, dann kann es beim zweiten Mal ja nicht verkehrt sein ...)

Achtung: Diese Methode wird oft in langen Vertrags-Texten angewendet. Dort finden sich immer wieder Passagen, die man ohne weiteres akzeptieren und ihnen zustimmen kann. Das Ziel dabei ist, dass man am Ende dem Vertrag als Ganzes ebenfalls zustimmt.




16. WARTE BIS SIE MÜDE SIND …

Sind wir müde, fällt unsere mentale Energie ab. Wir sind dann auch weniger gut beim Ausführen von kognitiven Aktivitäten; (das Gehirn funktioniert irgendwie langsamer). So fällt es uns z.B. schwerer, das Für und Wider bei Entscheidungen abzuwägen. 

Möchtest du also, dass jemand dir in einer Sache zustimmt, die er normalerweise eher ablehnen würde, dann warte, bis er müde ist, bevor du mit deinem Anliegen herausrückst.



Ich erinnere mich: Kinder nutzen diese Tatsache intuitiv ....





17. SAGE NIE JEMANDEM, DASS ER UNRECHT HAT

… stattdessen sollte man zunächst den Standpunkt des Gegenübers anerkennen und im Gespräch das betonen, was man als gemeinsame Basis hat. 
Erst dann rückt man mit dem eigenen Standpunkt raus.

So vorbereitet, ist es viel wahrscheinlicher, dass dir dein Gegenüber zuzuhören wird … .



18. KONZENTRIERE DICH AUF DEN VORGANG (anstatt aufs Endziel)
Der menschliche Verstand ist etwas Wunderbares, wenn man ihn nur machen lässt ....
Anstatt sich (bei einem Projekt, bei einer Aufgabe, …) auf ein Endziel zu konzentrieren, ist es effektiver, wenn man sich auf die einzelnen Schritte konzentriert, die man zum Erreichen seines Ziels benötigt. 
Dein Gehirn überrascht dich dabei mit erstaunlichen Ideen, um dir beim Erreichen des Ziels zu helfen.




19. SCHWEIGEN GEGEN WUT UND ZORN
Irgend jemand fängt an herumzubrüllen, zu schreien oder verliert anderweitig die Fassung.
Was tust du?


Keinesfalls auf die gleiche Weise reagieren! Also nicht zurückbrüllen o.ä.; (das bringt nichts, wie wir alle eigentlich wissen.)
Stattdessen sollte man „den Wüterich“ neutral und ausdruckslos mit den Augen fixieren (anstarren!) und dabei wirklich ruhig bleiben. In 99 % der Fälle wird sich die aufgebrachte Person dadurch beruhigen.


.meiner Erfahrung nach klappt das auch sehr gut bei Kindern!


20. WER MIT WEM?
Wenn in einer Gruppe Menschen Gelächter ausbricht, dann sieht jeder instinktiv die Person in der Gruppe an, die ihm selbst gefühlsmäßig am nächsten steht.

Man bedenke: Menschen, die schon mal zusammen nackig waren, fühlen normalerweise die größte Nähe zueinander ...
:D





21. SPIELVERDERBER
Du spielst mit jemandem ein (Geschicklichkeits-)Spiel. Dein Gegner nimmt das Ganze viel zu ernst und du verlierst andauernd ….

Alles was du tun musst, ist ihn zu fragen, was er beim Werfen/Schubsen/Wischen/... denn mit seiner anderen Hand/Fuß/... macht. (Hey, du spielst aber verdammt gut Darts! Was machst du denn mit der anderen Hand, wenn du wirfst?) 

Damit machst du deinen "Gegner" auf seine linke Hand o.ä. aufmerksam und genau darauf wird er sich von da ab konzentrieren …. Was ihn natürlich aus dem Konzept bringt.
 
Das probiere ich aus! Bin gespannt, ob's funktioniert!




Nun, alles was ich dazu im Moment sagen möchte:  

Psychologie hin oder her ....
SEID EINFACH NETT ZUEINANDER!


Kommentare:

  1. Liebe Karin,
    das finde ich aber toll, dass du unter die Studenten gegangen bist. Was studierst du denn genau, wenn ich fragen darf??
    Diese psychologischen Tricks sind teilweise sehr witzig, muss ich unbedingt mal ausprobieren. Und... ich trage gerne rot, da es meine Lieblingsfarbe ist :))vielleicht trägt mich dann ja demnächst ein Mann über die Straße??!! Lach!!
    Viele liebe Grüße

    Jeanne (auf´m Dorf :)

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    1. Hallo Jeanne, ja - manchmal ist es gut zu wissen, wie andere ticken :)
      Zu deiner Frage: ich mache an einer Fernakademie eine einjährige Ausbildung zur Social Media Managerin (was für ein Wort!). Und zwar neben meinem Job. Das beschränkt meine Freizeit zwar ziemlich, macht aber super viel Spaß. Ich hoffe natürlich, das bleibt auch so. :D
      Liebe Grüße an dich!
      Karin

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  2. Cooler Post liebe Karin, den wed ich mir mal ausdrucken und auf der Zunge zergehen lassen. Vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße aus Berlin
    Doreen

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  3. Hihi, du arbeitest ja mit allen Tricks! ;-)
    Die Nr. 19 werde ich demnächst mal ausprobieren! :-)
    GLG Biggi

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  4. Huhu liebe Karin,
    diesmal sind einige Dinge mehr dabei, die ich noch gar nicht gehört habe.
    Sehr cool und ich hab gleich ein paar Fragen. *grins*

    Zu Pkt 16 mit dem Müde werden: Ist die Frage nach Sex, bevor der Partner fast eingeschlafen ist, dann erfolgsversprechend? *lach* Es gibt da doch genügend Mythen & Sprüche, die das Gegenteil erklären ;-))

    Bei Punkt 19 muss ich gestehen, dass ich früher immer diejenige war, die im Streit laut gebrüllt hat. Mein Broemmel dagegen hat einfach geschwiegen. Ganz ehrlich -das hat mich noch viel wütender gemacht. Ich will doch jemanden zum streiten haben... ;-)
    Die letzten beiden Punkte landen auf meiner Merkliste *lach* die muss ich testen!
    Toller Post!
    LG Naddel

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    1. Hallo Naddel, hihi - zu deiner Frage Pkt. 16 .... wenn dein Brömmel die Frage nach Sex mit dem Gehirn beantworten würde, dann ja. *lach*
      Und mein "Problem" ist, dass ich nicht Brüllen kann. Mir kommt also die Schweigetechnik gerade recht. :)
      Herzliche Grüße
      Karin

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  5. Danke für die Tipps. Das mit dem spiegel finde ich witzig und sicherlich sehr effektiv.
    Bei Punkt 19 kann ich dir nur zustimmen - das funktioniert immer.
    Liebe Grüße
    Gusta

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