Samstag, 4. August 2018

Joghurt selbermachen - soja - ziege - kokos - laktosefrei


Titelbild zu Joghurt selbermachen, Joghurtglas und Joghurtlöffel
[Beitrag enthält Werbung für's Joghurtmachen]




Hallo Leute, genießt ihr auch die Hitzewelle? Was für ein wunderbarer Sommer!

Ein schöner Nebeneffekt dieser Hitze ist, dass ich beim Essen lieber "leicht und kühl" mag anstatt "heiß und fettig". Ich laufe daher öfter zum Kühlschrank, um mir ein heruntergekühltes Naturjoghurt zu holen. (Naja, abwechselnd mit einem selbstgemachten Eis-am-Stiel.)

Da ich Joghurt auch zum Frühstücksmüsli brauche, kommt bei uns ganz schön was an Plastikverpackung zusammen. Hey  das nervt mich wirklich. Ja klar, es gibt auch Joghurt im Glas, aber das ist um einiges teurer. Darum kaufe ich regionales Joghurt meist im Plastikeimerchen. Doch jetzt habe ich mir vorgenommen, dass ich mein Joghurt wieder selber mache.
 Joghurt im Glas und auf dem Löffel

Als ich mich dazu etwas im www umgesehen habe, fiel mir auf, was für tolle Variationen an Joghurt es gibt. Auch in den Läden habe ich diverse Sorten entdeckt. Aber die Preise...! Noch ein Grund mehr, selbst mit der Joghurtproduktion zu beginnen.


An meinen Joghurtexperimenten will ich euch gerne teilhaben lassen und erzähle ein wenig von meinen Erfolgen und Misserfolgen. 

 

So habe ich in den letzten Wochen normalen Kuhmilchjoghurt gemacht. Und auch einen Joghurt aus Ziegenmilch, einen aus laktosefreier Milch und aus Sojamilch. Krönender Abschluss war dann ein Joghurt aus Kokosmilch. Ihr dürft also gespannt sein.


Für den Anfang: Joghurt aus Kuhmilch.

Ein bisschen Theorie muss sein:
  • Joghurt wird meist hergestellt aus pasteurisierter, homogenisierter Milch mit einem Fettgehalt von 1,5 % bzw. 3,5 % .
  • Verwendet man Rohmilch, muss diese zunächst abgekocht und wieder abgekühlt werden.
  • Der Milch werden Michsäurebakterien zugesetzt. Entweder durch Zugabe einer kleinen Menge reifen Naturjoghurts oder durch ein Joghurtferment als Starterkultur. 
  • Wärme verwandelt diese Mischung innerhalb von 9-12 Stunden zu Joghurt. Dabei verarbeiten die Bakterien den in der Milch vorhandenen Milchzucker zu Milchsäure. Die daraus gewonnene Energie wird zur Vermehrung der Milchsäurebakterien genutzt. 
  • Die Reifezeit hängt ab von der Milchart, dem Fettgehalt, der Joghurtkultur. Und davon, wie fest man sein Joghurt haben möchte.
  • Optimal für den Reifeprozess ist eine Temperatur von etwa 42 – 44 °C. 
  • Für die Zubereitung ist ein elektrischer Joghurtbereiter äußerst praktisch. Er hält die benötigte Temperatur konstant und schaltet sich nach der eingestellten Reifezeit von selbst ab. 
  • Falls ihr wissen möchtet, welches Modell ich verwende, seht am Ende des Beitrags nach. 
  • Ich bin echt zufrieden mit dem Gerät. Es funktioniert sehr gut, lässt sich easy reinigen und leicht im Schrank verstauen. Was will man mehr. 
Joghurtbereiter JG 40 von Rommelsbacher, Joghurtmaker


Und so geht's:

Für meine erste Ladung Joghurt aus Kuhmilch habe ich als Starterkultur ein Joghurtferment verwendet. Man rührt nach Packungsanweisung etwas von dem Ferment in 1 Liter Milch, gibt die Mischung in die sauberen Joghurtgläschen und verschließt sie mit einem Deckel.
Man kann natürlich auch gekauften Joghurt (ca 100-150 ml) als Starterkultur verwenden.

Nachdem die Mischung für etwa 10-11 Stunden im Gerät "ausgebrütet" wurde, schaltet sich das Gerät aus. Nun lässt man die Gläschen abkühlen und stellt sie anschließend in den Kühlschrank zum Kühlen und Reifen. 
Am nächsten Tag hatte ich megaleckeren Joghurt, der leicht stichfest war und schön säuerlich schmeckte. Wenn man ihn rührt, wird er wunderbar cremig.

Ich mag aber auch Joghurt, der etwas kräftiger schmeckt. Dazu lasse ich ihn ein paar Tage im Kühlschrank weiter reifen. Gut gekühlt, hält der Joghurt mindestens 1 Woche im Kühlschrank (falls man ihn nicht vorher aufisst).

Für eine neue Ladung Joghurt hebt man sich 1 Glas aus der aktuellen Joghurtsession auf und rührt es als nächste Starterkultur in die Milch ein. 
Dies kann man etliche Male tun, bevor man sich wieder eine neue Starterkultur besorgen muss. Wie oft man dies so machen kann, steht auf der Packung des Ferments drauf (meist bis 20x). Bei Joghurt als Starterkultur sollte man nach etwa 6 x auf eine neue Kultur umsteigen.

Joghurtglas mit hellblauem Strohhalm 
Esst ihr euer Joghurt lieber mit Früchten oder Sirup oder Nüssen etc, dann darf man diese Zutaten erst nach dem Reifen des Joghurts einrühren. Weil andernfalls diese Verwandlung der Milchsäurebakterien nicht richtig vonstatten gehen kann und das Joghurt nicht gelingen wird. Also: Weitere Zutaten erst vor dem Essen zugeben. 

So, ich glaube, ich habe alles gesagt, was mir dazu einfällt.

Ach, einen guten Tipp habe ich noch:

Um sicherzustellen, dass das Joghurt ganz bestimmt stichfest und nicht zu flüssig wird, gebe ich am Anfang 1 TL Milchpulver (es geht auch Kaffeeweißer, sofern sich Milcheiweiß darin befindet) in die Milch-Ferment-Mischung. Das hilft! Wer lieber flüssigeren Joghurt mag, kann sich diese Zutat sparen.




Und hier ein paar Links für alle, die sich für das verwendete Material interessieren: *)


Viel Spaß und Erfolg beim Joghurt-Machen!


In meinem nächsten Beitrag zum "Joghurtexperiment" geht es dann um Joghurt aus laktosefreier Milch und aus Ziegenmilch

Später gibt es dann noch das Rezept für  Kokosmilch-Joghurt und natürlich auch für Soja-Joghurt.

Klickt einfach auf die jeweilige Sorte, dann kommt ihr zum Rezept.




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Kommentare:

  1. Ein super Rezept! Bist du selber wohl laktoseintolerant? Ich war es auch lange Zeit, aber habe mir dann mit einer Bioresonanz helfen lassen und kann inzwischen wieder Nahrungsmittel mit Laktose zu mir nehmen. Nur bei paar Produkten habe ich mich so sehr an die laktosefreien Alternativen gewöhnt, dass ich dabei bleibe haha.

    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Hallo Claudia. lieben Dank.
      Gott sei Dank habe ich keine Intoleranz in irgendeiner Richtung und kann essen was ich möchte. Aber ich bin immer offen für Neues und probiere gerne aus. Aber den Tipp mkt der Bioresonanz gebe ich gerne weiter, denn im Freundeskreis gibt es natürlich Personen mit Laktoseintoleran und die freue sich immer über neue Ideen dazu
      Liebe Grüße
      Karin

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  2. Freue mich schon auf den nächsten Post, liebe Katrin.
    Ich bin ja auch ein Fan vom Joghurt selber herstellen.

    Herzliche Grüße
    Jutta

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    1. Hallo Jutta,
      dankesehr.
      Und soweit ich weiß, gibt es bei den Raumseelen demnächst auch was mit Joghurt. Martina will diverse Rezepte testen und probieren.
      Liebe Grüße
      Karin

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  3. Liebe Karin,
    das ist eine coole und Plastik einsparende Methode. Ich sehe das genau wie du, dass wenn man gern und oft Joghurt isst, das eine geniale Alternative zum Joghurt aus dem Plastikbecher ist. Kokosjoghurt klingt für mich immer ganz lecker! Was ist dein Favorit, nachdem du dich durch verschiedene selbstgemachte Sorten durchprobiert hast?
    Liebe Grüße
    Natalia

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    1. Hallo Natalia,
      Ziege und - komischerweise - Soja waren meine Favoriten.
      Aber das folgt noch.
      :)
      Lieben Gruß
      Karin

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